Apollo`s - Papillon


 

Der Papillon
 

ist eine der beiden Varianten des kontinentalen Zwergspaniels

 

Stehohren: Papillon = Schmetterling

Hängeohren: Phaléne = Nachtfalter

 

Für mich ist ein kleiner, lebendiger Schmetterling der perfekte Begleiter im Alltag. Aufgrund ihrer Größe kann man sie überall mit hinnehmen. Lernt ein Papillon dies von Anfang an, weiß er sich auch zu benehmen. Ein Papillon lernt sehr schnell. Sie sind sehr aktiv, immer fröhlich und bereit zu spielen

 

 

Geschichte

 

Der Papillon ist eine sehr alte Rasse, die schon seit Jahrhunderten als Begleithund gezüchtet wird. Ihren Ursprung findet diese Rasse, wie die meisten anderen Kleinhunde auch in Tibet. Marco Polo brachte sie hier zu uns nach Europa. Zuerst kamen sie nach Italien, und von dort kamen sie ab dem 14. Jahrhundert nach Frankreich.

 

Zuerst gab es nur den Phaléne, die hängeohrige Papillon-Variante. Phaléne und Papillons sind beides die gleichen Hunde. Sie unterscheiden sich nur durch ihr Ohren. Erst seid der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert taucht der Papillon auf, und der Phalène führt seither eher ein Schattendasein. Und das obwohl er der Ausgangshund nicht nur für den Papillon, sondern auch für die beiden berühmten Zwergspanielrassen King Charles Spaniel und Cavalier King Charles Spaniel war.

 

Der Sonnenkönig Ludwig der XIV soll mehrere dieser Hunde besessen haben. Und auch Marie Antoinette besaß einige dieser liebenswerten Zwerghunde. Diese sollen sie sogar bei ihrer Hinrichtung, auf dem Schaffot, begleitet haben und sich in der Stunde der Not dicht an sie gedrängt haben. Auf Bildern aus dem 13. und 14. Jahrhundert tauchen die ersten Phaléne auf Zeichnungen auf. Den wahrscheinlich berühmteste Phaléne (von Kaiserin Maria Theresia) kann man im naturhistorischen Museum in Wien betrachten. Aber auch Künstler wie Tizian und Rembrand besaßen solch einen Hund

 

 

Aussehen

 

Der Papillon ist idealerweise zwischen 26 und 28 cm groß. Sein Körpergewicht kann bis zu 5 kg betragen. Dabei darf ich gleich erwähnen, dass ich für die "Toy"-Variante mit viel Jabot schwärme. Dies hat einen einfachen Grund. Papillons gehören zu der Kategorie 9, der so genannten Gesellschaft- und Begleithunde. Er ist überwiegend ein "Damenhund". Die "maskulinen" Vertreter dieser Rasse bevorzuge ich für mich weniger. Ein Papillon sollte ein Papillon bleiben und nicht zu einem "Sheltillon" (Sheltie + Papillon) mutieren.

(Aber das sollte jeder für sich selbst entscheiden.)

 

Sein Fell soll vorwiegend die Farbe weiß haben, allerdings mit ausgewogenen Farbflecken am Körper und Kopf. Eine weiße Blesse ist erwünscht. Diese sollte allerdings nie über die Augen hinausreichen und auch die Ohren sollten nicht weiß, sondern farbig sein. Hier möchte ich anmerken das Gesicht eines Papillons das Abbild eines Schmetterlings wieder spiegeln soll. Ein Schmetterling hat große Flügel und einen schmalen Körper. Ein Schmetterling hat keinen großen wuchtigen Körper. Deshalb bevorzuge ich persönlich eher gar keine Blesse, als eine zu intensive. (Weniger ist manchmal mehr!)

 

Es gibt ihn in den Farben: schwarz-weiß, tricolor und zobel-weiß, Lemon und in den verschiedensten Schattierungen.
 

 

Charakter

 

Papillons sind sehr aktive und freundliche Hunde. Sie spielen sehr gerne, freuen sich über Besuch und sind sehr anhänglich und verschmust. Ein Papillon will seinem Besitzer gefallen und er unternimmt viel um dieses Ziel zu erreichen. Allerdings benötigen sie aufgrund ihrer Intelligenz eine sehr konsequente, aber absolut sanfte Erziehung. Der Papillon mag es gar nicht, wenn man hart mit ihm umgeht. Auch spürt er jede Unstimmigkeit und Streit in der Familie sehr schnell und leidet darunter fürchterlich. Enorm wichtig für einen Papillon ist es stets in der Nähe seines Besitzers zu sein. Wie bereits erwähnt: Ein Papillon ist ein Begleit- und Gesellschaftshund. Begleiten!" das hat etwas mit dabei sein, mit folgen, mit nicht allein zurückbleiben zu tun. Wie bereits gesagt! Stundenlanges alleine bleiben verträgt ein Papillon sehr schlecht.

 

Man sollte die kleinen Zwergspaniels nicht unterschätzen. In den seltensten Fällen holt man sich mit einem Papi einen Schoßhund ins Haus. Papillons fordern Bewegung und vor allem geistige Beschäftigung. Sehr gerne lernen sie kleine Tricks und Kunststücke und sind auch im Hundesport sehr aktive und gelehrige Begleiter.
 

 

Haltung und Pflege

 

Der Papillon möchte immer bei seinem Menschen sein. Wenn man es ihm ermöglicht, dann auch in der Nacht, im Schlaf. Papillons sind hervoragend für die Stadtwohnung geeignet. Ich lebe mit meinen Hunden am Stadtrand aber wenn`s zum shoppen in die City geht, sind sie mit Feuer und Flamme dabei. Die vielen Eindrücke und die geistige Inspiration finden sie einfach toll. Bei der Wohnungshaltung sollte man aber ihrer Meldefreudigkeit von Anfang an entgegen wirken.

 

Trotz des üppigen Haarkleides ist ein Papillon sehr pflegeleicht. Das lange, seidige Fell hat meist keine Unterwolle und ist somit leicht kämmbar. Auch Verschmutzungen von draußen lassen sich in der Regel leicht wieder ausbürsten. Baden sollte man einen Papi, wie eigentlich alle Hunde nur, wenn dies wirklich notwendig ist.
 

 

Gesundheit

 

Der kontinenale Zwergspaniel ist zum Glück eine sehr gesunde Rasse. Es gibt zwei bekannte Erbkrankheiten, die aber in anerkannten Vereinen seit langem bekämpft werden.

 

PL (Patella Luxation = Kniescheibenluxation) und
PRA (Progessive Retina Atrophie = Veränderung der Netzhaut, die zum Erblinden führt).

 

Im VK (Verband Deutscher Kleinhundezüchter) darf ausschließlich nur mit PL und PRA freien Hunden gezüchtet werden.
 

 

Lebenserwartung

 

Papillons haben durchschnittlich eine Lebenserwartung von ca. 12-14 Jahren. Allerdings gibt es hin und wieder einige Vertreter dieser Rasse, die deutlich älter werden.

 

 

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